Förderprogramm

DFG-Programm: (SPP 1630 Häfen) Schwerpunktprogramm - 1630: Häfen von der römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter - Zur Archäologie und Geschichte regionaler und überregionaler Verkehrssysteme

"Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung des Schwerpunktprogramms „Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter. Zur Archäologie und Geschichte regionaler und überregionaler Verkehrssysteme“ beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen.

Häfen stellen die entscheidenden Schnittstellen zwischen Land und Wasser dar; sie bilden die Basis jener ökonomischen Grundstrukturen, die in vor- und frühgeschichtlicher Zeit regionalen und überregionalen Schiffsverkehr, den Transport von Menschen, Waren und Informationen überhaupt erst ermöglichten. Gebunden an progressive Prozesse, die sich aus dem Korrelat von „Schiff und Hafen“ ergeben, erlauben Häfen zunächst wichtige Einblicke in technikgeschichtliche Entwicklungen. Darüber hinaus sind sie aber auch hochkomplexe Systeme, in denen sich ökologische, logistische, ökonomische, soziale, juristische, militärische und kultische Subsysteme überlagern und gegenseitig bedingen. Um das Phänomen „Hafen“ in seiner gesamten Tragweite und zeitlichen Tiefe methodisch adäquat bewerten zu können, ist eine Identifikation dieser Subsysteme und deren Implikationen auf das Siedlungsgeschehen von grundlegender Bedeutung.

Das neu eingerichtete Schwerpunktprogramm möchte einerseits unterschiedliche Richtungen einer zeitlich und räumlich weit gefächerten europäischen Hafenforschung aufgreifen, interdisziplinär vernetzen und methodisch fortführen. Andererseits sollen auch naturwissenschaftliche Werkzeuge weiterentwickelt und erprobt werden, die zur Prospektion und Validierung von bislang unbekannten Hafenbefunden dienen können. Dabei wird sich das Schwerpunktprogramm auf jene Häfen konzentrieren, die primär zivilen Nutzungen unterlagen, ohne dass dabei militärische Anlagen und Schnittflächen umgangen oder ausgegrenzt werden dürfen. Nicht einbezogen werden allerdings solche Anlagen, die rein militärischen Zwecken dienten."

URL: http://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/2011/info_wissenschaft_11_28/index.html

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