Projektinformationen

Digitalisierung, Erschließung und Bereitstellung jüdischer Periodika in NS-Deutschland

http://www.dnb.de/juedischeperiodika

"In der Deutschen Nationalbibliothek wurden von 2004-2006 25 jüdische Periodika, die in der Zeit von ca. 1933-1943 in NS-Deutschland erschienen sind, digitalisiert. Diese jüdischen Periodika stellen eine historische Quelle von hohem Rang für die Erforschung des Lebens und Leidens der jüdischen Gemeinschaft unter nationalsozialistischer Herrschaft dar. Aufgrund der Überlieferungssituation ist der Zugang zu Originalausgaben nur eingeschränkt oder unter großen Schwierigkeiten möglich. Der Fokus des Projekts lag auf den wichtigsten in Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 (oder kurz zuvor) gegründeten jüdischen Periodika. Meist Organe der - z.T. neu gegründeten - Selbsthilfeeinrichtungen der jüdischen Gemeinschaft, stellten sie deren direkte Antwort auf die Verfolgung durch das NS-Regime dar.

Neben der Bereitstellung der Zeitschriften an sich wurde die Möglichkeit zur inhaltlichen Recherche verwirklicht. Um dies zu erreichen, wurden neben dem reinen Einscannen und der Erfassung der Nummer und dem Tag der Zeitschrift bzw. Zeitung wichtige formale Daten (Autor eines Artikels, Überschrift, Zwischentitel, Bildunterschriften etc.) aufgenommen und in einem Index abgelegt.

Die Auswahl der Zeitungen und Zeitschriften erfolgte in Absprache mit den Leitern des DFG-Projekts "Retrospektive Digitalisierung jüdischer Periodika im deutschsprachigen Raum" ("Compact Memory"). Damit wurde gewährleistet, dass kein Periodikum mehrfach digitalisiert wurde."

 

[Quelle: Mitteilung von Fr. R. Seib, DNB]

Startdatum: 2004 Enddatum: 2006

Projektort: Frankfurt am Main

Institutionen

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