Projektinformationen

Digitale Erfassung der "Historisch-Statistischen-Grundkarte" (Thudichum-Karte) Gebietsstand Sachsen

"Mit der exemplarischen Digitalisierung der 20 Kartenblätter zur Geschichte Sachsens wird der Grundstock für ein Informationssystem geschaffen, das mit einfachen Mitteln den Bestand und die Änderung aller Verwaltungseinheiten in bestimmten Zeiteinheiten erfasst und die Vergleichbarkeit ansonsten räumlich und zeitlich schwer miteinander in Einklang zu bringender Daten gewährleistet. Die historisch-statistische Grundkarte von Deutschland "Thudichum-Karte" (1890-1920) enthält auf der Basis der Karte des Deutschen Reiches 1:100.000 die Grenzen der Gemarkungen zum Gebietsstand 1900 und liegt fast flächendeckend für Deutschland vor. Damit ist sie die einzige Quelle, die in dieser Tiefe deutschlandweit über die administrativen Grenzen um 1900 Aufschluss geben kann und die es erlaubt, auch Änderungen in der Gemeindestruktur abzubilden. Als räumliches Grundbezugssystem für den Zeithorizont der Jahrhundertwende stellt die digitalisierte Umsetzung der Gemarkungsstrukturen aus der "Thudichum-Karte" eine einzigartige "Geographische Basisdatenbank" dar. Im Abgleich mit heutigen Geometrien bildet sie darüber hinaus den Ausgangspunkt für die räumliche und zeitliche Erschließung historischer und soziologischer Quellen für das Gebiet Mitteleuropas und die Zeit ab 1871 bis zur Gegenwart. Die Bereitstellung einer lückenlosen Bestandsaufnahme aller Verwaltungsstrukturen und der dazugehörigen Karten bietet Wissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Untersuchungen auf der Basis dieser Bestandsaufnahme durchzuführen und ihre Ergebnisse entsprechend zu visualisieren und zu publizieren."

 

[Quelle: http://www.uni-koeln.de/~ahz26/zhsf/spiegel/mdzproj.htm#Grundkarte]

Startdatum: 01.01.98 Enddatum: 31.12.98

Projektort: Dresden

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