Projektinformationen

Digitalisierung der Älteren Verlassenschaftsakten von Mannheim mit dem Schwerpunkt 1790 bis 1860

https://www.archivportal-d.de/

"Verlassenschaftsakten stellen einen „Schatz für die historische Forschung“ dar. Das war nicht immer communis opinio, weil die frühneuzeitlichen Einzelfallakten der Gerichte einerseits als zu lokalbezogen und abseits der großen Forschungsfragestellungen galten, andererseits allein schon die schiere Masse ein Hemmnis bei der Überlieferung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts bot. Erst der Wandel der historischen Forschung, in der insbesondere auch die Alltagskultur mehr Beachtung fand, aber auch die Online-Zugänglichkeit der Metadaten machten den Wert dieser Gattung als historische Quelle allgemein bekannt. Denn genau betrachtet sind diese Akten ein Spiegel der Gesellschaft und erlauben einen tiefen Einblick in wirtschaftliche, gesellschaftliche, religiöse und persönliche Verhältnisse der sie betreffenden Personen. Ein herausragendes Beispiel für diesen Quellentypus stellen die Älteren Mannheimer Verlassenschaftsakten dar. Mit über 10.000 Verzeichnungseinheiten bieten sie sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht zahlreiche Auswertungsmöglichkeiten auf sozial-, kultur-, alltags- und nicht zuletzt auch rechtsgeschichtliche Fragestellungen. Der Großteil der Überlieferung stammt aus den Jahren 1790 bis 1860 und damit aus einer Zeit, in der Mannheim einen Transfer von einer hof- und verwaltungsorientierten Stadt zu einer des Wirtschaftsbürgertums durchlief. Für den Bestand liegt eine hochwertige Erschließung vor, die auch über das Internet zugänglich ist. Das vorliegende Projekt beinhaltet die Digitalisierung dieser Unterlagen und deren Bereitstellung in den relevanten fachlichen Portalen (Archivportal D bzw. DDB)."

 

[Quelle: http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/392311353 (abgerufen am 13.06.2018)]

Startdatum: 2018

Projektort: Mannheim

Institutionen

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