Projektinformationen

Digitalisierung eines Amtsbuchbestandes: Der Bestand GStA PK, I. Hauptabteilung Rep. 96 B Geheimes Kabinett (Minüten, Extrakte, Remissionsjournale)

http://archivdatenbank.gsta.spk-berlin.de/midosasearch-gsta/MidosaSEARCH/i_ha_rep_96_b/i...

"Ziel des Projektes ist die Voll-Digitalisierung des Bestandes GStA PK, I. HA Rep. 96 B Geheimes Kabinett (Minüten, Extrakte, Remissionsjournale). Nach der Digitalisierung werden die Images mit den verknüpften Erschließungsdaten auf der website des GStA PK sowie im Archivportal-D und in der Deutschen Digitalen Bibliothek präsentiert. Eine spezielle Webanwendung für Amtsbücher, die demnächst auf der website des GStA PK eingebunden sein wird, soll anschließend zudem einen gezielteren Zugriff auf Amtsbuchinhalte ermöglichen.Der Umfang des Gesamtbestandes umfasst 183 Verzeichnungseinheiten (15 lfm), die Laufzeit erstreckt sich auf die Jahre 1728 bis 1809. Dabei bilden die „Minüten“ mit 129 Bänden die umfangreichste Gruppe. Davon sind 21 Bände bereits digitalisiert worden. Mit dem Projekt sollen die restlichen 162 Bände digitalisiert und online gestellt werden.Das Geheime Zivilkabinett entstand nach dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms I. im Jahr 1713. Bis zum Jahr 1809 fungierte es als Regierungsbüro der preußischen Könige. Kabinettssekretäre führten Amtsbücher, um ein- und ausgehende Schreiben festzuhalten. Wegen der hohen Informationsdichte, zählt der Amtsbuchbestand zu den Schlüsselbeständen. Das gesamte Regierungshandeln der Monarchen ist in ihm überliefert. Insofern besitzt er nicht nur für die Preußenforschung einen hohen Quellenwert, sondern auch für alle übrigen landesgeschichtlichen Forschungsvorhaben zu ehemals preußischen Territorien. Weil darüber hinaus auch die auswärtigen Beziehungen und die Vernetzung der Hohenzollern mit dem europäischen Hochadel dokumentiert sind, enthält er auch einen hohen europäischen und sozialgeschichtlichen Quellenwert. In den „Minüten“ spiegeln sich zudem der höfische Alltag und die emotionalen Bindungen der Königsfamilie wider, in den „Extrakten“ ist sogar die Lebenswelt der Untertanen dokumentiert, somit bietet der Bestand auch Antworten auf kultur- und mentalitätsgeschichtliche Fragestellungen.Weil die Amtsbucheinträge keiner inhaltlichen Ordnung folgen, zählt der Amtsbuchbestand zu den schwer auswertbaren Archivalien. Er wurde daher von der Forschung bisher nur rudimentär ausgewertet. Durch die Digitalisierung im Zusammenhang mit weiteren Intensiverschließungen – der Indexierung von Personen, Institutionen, Geografischen Einheiten, Orten und Sachbetreffen und deren Verknüpfung mit dem Digitalisat – werden die bisher weitgehend unbekannt gebliebenen Quellen der Forschung online und komfortabel zugänglich gemacht."

 

[Quelle: http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/392606453 (abgerufen am 14.06.2018)]

Startdatum: 2018

Projektort: Berlin

Institutionen

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