Projektinformationen

IDP - International Dunhuang Project

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Bei umfangreichen Ausgrabungen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden zehntausende Manuskripte, Malereien, Textilien und andere Artefakte aus der Zeit von 100 v.Chr. bis 1200 n.Chr. in der Bibliothekshöhle bei Dunhuang und in zahlreichen anderen antiken Städten, Tempeln und Grabstätten in den Wüsten Taklamakan und Gobi gefunden. Nach diesen Entdeckungen wurden die Materialien über viele Museen und Bibliothekssammlungen der Welt verstreut, was den Zugang schwierig gestaltet.

Im Oktober 1993 trafen sich Konservatoren und Kuratoren aller Sammlungen mit derartigem Material, um diese Probleme zu diskutieren. Als Ergebnis dieser Diskussionen wurde Anfang 1994 das Internationale Dunhuang Projekt (IDP) gegründet, um die Erforschung und Erhaltung des kulturellen Vermächtnisses von Dunhuang durch eine internationale Kooperation zu fördern.

Anfänglich konzentrierte sich die Arbeit von IDP auf die Konservierung und Katalogisierung, die auch weiterhin die Haupttätigkeiten des Projektes bleiben. In den letzten Jahren kamen Digitalisierung und Bildungsarbeit als Hauptaufgaben dazu. IDP startete 1997 die Digitalisierung der Manuskripte mit dem Ziel, die Sammlungen virtuell zusammenzubringen. Die Webseite ging im Oktober 1998 online und ermöglichte freien Zugang zur IDP Datenbank mit hochauflösenden Bildern der Manuskripte und anderen Materialien mit Katalog- und Kontextinformationen. Auf diese Art und Weise wird das Material aus Dunhuang zunehmend akademischen, wie auch anderen interessierten Nutzern zugänglich gemacht.

 

[Quelle: http://idp.bbaw.de/pages/about.a4d#2]

Startdatum: 1993 Enddatum: 31.12.2012

Projektort: Berlin, Göttingen, London

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