Projektinformationen

Orient-Digital

http://orient-digital.staatsbibliothek-berlin.de

"Das Projekt „Orient-Digital“ ist als standardbildende Infrastrukturmaßnahme angelegt, um die Informationsversorgung zu orientalischen Handschriften grundlegend zu verbessern.

Bibliotheken in Deutschland beherbergen umfangreiche und vielfältige Sammlungen orientalischer Handschriften, die einen unschätzbaren Teil des schriftlichen Welterbes darstellen und in ihrer Bedeutung als Primärquellen für die Wissenschaft kaum zu überschätzen sind. Die Nachweissituation ist aber äußerst heterogen und die herausragenden und in Teilen bereits digitalisierten Bestände sind der internationalen Fachwelt nur unzureichend bekannt. Der eingeschränkte Zugang zu den historischen und neueren gedruckten Katalogen sowie isolierte Nachweise in lokalen Bibliothekssystemen und einzelnen Datenbankanwendungen behindern moderne Forschungsansätze. Mit dem beantragten Projekt werden die Metadaten arabischer, persischer und türkischer Handschriften von 20 kooperierenden Einrichtungen in „Orient-Digital“ eingebunden und Verknüpfungen zu Digitalisaten erstellt. Damit wird annähernd die Gesamtheit der Sammlungen in Deutschland zu den genannten Sprachgruppen einbezogen. Im beantragten Förderzeitraum werden Erfassungsstandards etabliert und die Daten aus den gedruckten Altkatalogen der teilnehmenden deutschen Bibliotheken und Einrichtungen normgerecht erfasst. Die aktuell in „Orient-Digital“ und ihren Schwesteranwendungen vorhandenen 5.300 Handschriftenbeschreibungen in den drei genannten Sprachen werden sich durch die beantragte Förderung auf 21.800 Einträge erhöhen.

Die IT-Infrastruktur der vorhandenen elektronischen Nachweise orientalischer Handschriften wird angepasst, um einen optimalen Datenaustausch zu ermöglichen und um allen interessierten Einrichtungen mit großen oder kleinen Sammlungen orientalischer Handschriften zukünftig zur Nutzung bereitzustehen. Dazu wird in Harmonisierung der derzeit unterschiedlichen Nachweissysteme und Datenmodelle eine zentrale Portallösung mit gemeinsamem Index aufgebaut, in die die vereinheitlichten Metadaten und Daten weiterer externer Systeme integriert werden können. In einer zweiten Projektphase ist das Einbinden weiterer asiatischer und afrikanischer Sprachgruppen geplant sowie eine stärkere internationale Ausrichtung.

Diese Maßnahmen müssen durchgeführt werden, um die Metadatenqualität und -quantität orientalischer Handschriften anzuheben und nachhaltig zu sichern. Gleichzeitig sind sie die notwendige Voraussetzung für einen langfristig geplanten Gesamtexport aller Katalogdaten orientalischer Handschriften in die technische Umgebung des im Aufbau begriffenen Handschriftenportals."

 

[Quelle: https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/430973116 (abgerufen am 16.01.2020)]

Startdatum: 2019

Projektort: Berlin, Gotha, Leipzig, München

Institutionen

zurück